Ergowatch

Das Elmed Reha-Trainingssystem Ergowatch ist die Lösung für die computergestützte Rehabilitation und das Training von Herz-Kreislauf-Patienten. Die individuelle Anpassung an die jeweiligen Probanden ermöglicht das Erreichen der Trainingsziele von gleichzeitig bis zu 16 Probanden.

Über das Steuerprogramm Ergowatch werden für alle teilnehmenden Probanden die Trainings- und Belastungsprogramme gesteuert. Als Trainingssystem ist das Hochleistungs-Ergometer EGT 2200 eingebunden. (Wahlweise können auch Ergometer anderer Hersteller sowie Laufbänder angebunden werden.)

Zur Verfügung stehen die Trainingsformen Puls-Steady-State-Training, Konstantlast- und Intervalllast-Programm sowie die Möglichkeit des Impulslastbetriebs. Für jeden der bis zu 16 Patienten können individuelle Trainingsprofile festgelegt werden. Die Überwachung der Herzfrequenzen und der Blutdruckwerte sowie die Alarmmeldung und das Auslösen einer Alarmdokumentation erfolgen über den Systemcomputer.

Die EKG-Signale und die Herzfrequenz der Probanden werden auf einem separaten Monitor angezeigt und überwacht. Über einen angeschlossenen Drucker werden im Alarmfall Dokumentationen der EKG-Signale ausgegeben, außerdem können Verlaufs- und Summenprotokolle zur Dokumentation des Trainingsverlaufs erstellt werden.

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Exkurs: Ergometrie im Sport

Diagn. Hilfsmittel | Herzfrequenz steuert | Bluhochdruck erkennen

Die Ergometrie als diagnostisches Hilfsmittel im Trainingsbereich

(nach Dr. Kurt Moosburger)

Unter einer Ergometrie versteht man einen zu Diagnosezwecken stufenförmig ansteigenden körperlichen Belastungstest auf einem dafür geeigneten und geeichten Testgerät, einem sog. Ergometer. Für den Laien geläufiger ist der Begriff Belastungs-EKG, da eine Ergometrie in der Regel unter EKG-Kontrolle erfolgt. Das EKG (= Elektro-Kardiogramm) zeichnet die Herzstromkurve auf. In der Praxis wird meist das Fahrradergometer verwendet, seltener das Laufbandergometer. Im Hochleistungssport kommen noch andere (sportartspezifische) Ergometer zur Anwendung. Die Ergometrie wird nach einem Stufenprotokoll durchgeführt, wobei dieses frei programmierbar ist. Vorgegeben werden die Stufendauer (in Minuten) und die Belastungssteigerung pro Stufe (beim Fahrradergometer in Watt, beim Laufbandergometer in km/h). Dies übliche WHO-Protokoll ist ein Stufenprotokoll, beginnend mit einer Belastung von 25 oder 50 Watt und mit einer Laststeigerung von 25 Watt alle 2 Minuten. Im (Leistungs-)Sport sollte jedoch eine längere Stufendauer (4 Minuten) gewählt werden, um dem Herz-Kreislauf-System und dem Muskelstoffwechsel ein Fließgleichgewicht (steady state) auf jeder Stufe zu ermöglichen. Ein rasches Einstellen eines solches Fließgleichgewichts, erkennbar am schnellen Erreichen eines Plateaus der Herzfrequenz, spricht prinzipiell für einen guten Trainingszustand. In diesem Fall wird die der Belastung entsprechende Herzfrequenz rasch (innerhalb einer Minute) erreicht und dann konstant gehalten. Mit zunehmender Belastung dauert es immer länger, bis der "Erfordernispuls" erreicht wird und ab einer gewissen Intensität (einer bestimmten Wattstufe auf dem Fahrradergometer bzw. einer bestimmten Bandgeschwindigkeit auf dem Laufbandergometer) ist es nicht mehr möglich, innerhalb der Stufendauer ein Plateau der Herzfrequenz zu erreichen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Belastung bereits über der sog. "Dauerleistungsgrenze" liegt und vorwiegend anaerob, d.h. unter "Sauerstoff-Schuld" erbracht werden muss. Je später dieser Zustand erreicht wird, desto höher ist die Ausdauer-Leistungsfähigkeit. Der Test sollte immer bis zur objektiven Ausbelastung, sprich Ausbelastung des Herz-Kreislauf-Systems, erfolgen, was bei guter Motivation der Testperson ihrer subjektiven "Erschöpfung" entspricht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersäuerung der Beinmuskulatur durch die zunehmende "Milchsäure"-Konzentration (in Wirklichkeit sind es Protonen, die die Azidose bewirken) aufgrund des anaeroben Zuckerabbaus so weit fortgeschritten, dass die intensive Muskelarbeit nicht mehr möglich ist, und die Belastung abgebrochen werden muss. Im Sportlerjargon heißt das "blau sein". Bei mangelnder Motivation und vorzeitigem Abbruch der Belastung ist die Ergometrie nur bedingt verwertbar. Abbruchkriterien von Seiten des Arztes sind selten. Je länger ein Patient imstande ist, die stufenförmig ansteigende Belastung zu bewältigen, desto größer ist seine Leistungsfähigkeit. Folgende Parameter werden bei der Ergometrie kontrolliert bzw. ermittelt:

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